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Presseerklärung (SV Wehen 1926 Wiesbaden)

Herzrasen kann man nicht mähen - Teil 17
„Giesemann“


Das Telefon von SirUlrich vibrierte.

SirUlrich: „Management SVWW, Sie sprechen mit SirUlrich, guten Ball.“

Arne Adler: „Jetzt haben Sie den Steve Giesemann ja doch verkauft, SirUlrich.“

SirUlrich: „Hallo erstmal, Arne. Ja, das ist richtig.“

Arne Adler: „Sie sitzen in Schottland bei der Weltmeisterschaft und hier wird unser Juwel verkauft… Sie sagten doch, dass Sie ihn vermutlich behalten wollen.“

SirUlrich: „Sorry, Arne, ich befürchte das ist so nicht ganz richtig. Ich hatte gesagt, dass ich es mir nochmals überlegen werde.“

Arne Adler: „Sie haben aber auch gesagt, dass ein Wechsel für ihn nur in Frage kommt, wenn er einen Karriereschritt machen kann und sich dann weiterentwickelt. Und jetzt haben Sie ihn nach Erfurt verkauft, gerade mal eine Liga höher als wir es sind. Was ist denn das für ein Karriereschritt?“

SirUlrich: „Aber Arne, das müssen doch am Ende immer der Spieler und dessen Berater entscheiden. Das ist doch nicht meine Aufgabe. Wenn sich die beiden an mich wenden und sagen, dass der Spieler ein attraktives Angebot aus einer höheren Liga besitzt, dann höre ich mir das an.“

Arne Adler: „So, da haben wir den Salat. Ich hätte mir gewünscht, dass Sie dann mit dem Berater und Steve Giesemann sprechen und ihnen aufzeigen, welche Perspektiven er hier bei unserem SVWW besitzt und dass Sie versuchen, ihn von einem Verbleib zu überzeugen.“

SirUlrich: „Das mag durchaus so wirken, als ob ich das nicht gemacht habe. Aber am Ende zählen für mich die Fakten: Steve Giesemann ist ein hervorragendes Talent, keine Frage… aber ob er tatsächlich diese Saison bereits den Durchbruch geschafft hätte – nun das mag ich zumindest mal bezweifeln.“

Arne Adler: „Aber ist es nicht Ihre originäre Aufgabe, langfristig zu planen? Sie müssen doch erkennen, was da mittelfristig bei uns heranwächst.“

SirUlrich: „Sicher, Arne, das erkenne ich ja auch. Und das erkennen die Scouts anderer Vereine. Zudem gibt es einen weiteren Aspekt, den ich beachten sollte…“

Arne Adler: „Nämlich?“

SirUlrich: „Ich muss mir die Finanzen ansehen – denn da wächst auch etwas heran, nämlich leider ein Schuldenberg. Ist dir bewusst, dass seit ganz vielen Saisons zu Saisonbeginn stets das Vereinskonto im Minus notiert? Natürlich kommen dann die TV-Einnahmen und die Sponsorenverträge on top. Somit blieben wir zuletzt finanziell handlungsfähig… doch die Ablösesumme hat uns jetzt deutlich ins Plus gehievt. Und wenn man den Kalkulationen unseres Systems trauen kann, dann wird auch zum Saisonende da noch weiter ein Plus stehen.“

Arne Adler: „Oh, ich wusste gar nicht, dass wir so klamm sind.“

SirUlrich: „Das ist alles im Rahmen, Arne. Wir müssen ja auch keine Notverkäufe zu Preisen weit unter dem Marktwert durchführen… aber man muss es ganz klar sagen: auf lange Sicht ist die Regionalliga für uns defizitär. Die Einnahmen sind einfach nicht hoch genug – und die beiden Mannschaften und deren Trainer möchten auch Geld verdienen.“

Arne Adler: „Das bedeutet, wir machen in der Regionalliga ein Minus?“

SirUlrich: „Wenn wir so aufgestellt sind, wie aktuell: ja. Wir haben eine richtig gute Truppe, die hoffentlich lange um den Aufstieg mitspielen kann – aber die kostet eben auch Geld. Und bei den Amateuren habe ich ja nun bereits damit begonnen, die Gehälter einen ersten kleinen Schritt zu reduzieren.“

Arne Adler: „Das klingt vernünftig – und dennoch: wir müssen scheinbar möglichst schnell den Aufstieg packen, oder?“

SirUlrich: „Das hast du jetzt wieder gesagt, Arne. Wir sollten auch hier mit Augenmaß agieren. Der Kader muss finanzierbar sein. Solange wir an den Einnahmen nicht sonderlich viel optimieren können, müssen wir die Ausgaben besser kontrollieren. Eine Saison ohne Verlust wäre prima, ist aber für ein Team der Regionalliga mit Aufstiegsambitionen nur sehr schwer möglich. Also: ein klares Ziel besitzen, dies aber ohne finanzielle Drahtseilakte versuchen zu erreichen. So muss es gehen.“

Arne Adler: „Das kann ich verstehen… und dennoch tut es mir um Steve Giesemann total leid. Hoffentlich wird der bei Rot-Weiß Erfurt froh.“

SirUlrich: Ja – und hoffentlich entwickelt er sich dort richtig klasse weiter.“



Über den SV Wehen 1926 Wiesbaden berichten regelmäßig diese vier Reporter:
der routinierte Gisbert Geier, der schon seit vielen Jahren skeptisch das Geschehen verfolgt;
der emotionale Arne Adler, seinerseits mehr euphorischer Fan des Clubs, als souveräner Berichterstatter;
der junge, aufstrebende Newsblogger Ferdinand Falke
und die wie immer leicht übertrieben-extrovertierte Emilia Elster, eine Event-Reporterin, die sich dann doch eher langweilt, wenn sie über den SVWW berichten soll – aber für sie gilt stets: „dabei sein ist alles“.
Veröffentlicht: Saison 36, Woche 0 SirUlrich, SV Wehen 1926 Wiesbaden
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